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Ökonomie

Das Premium-"Betriebssystem" besteht aus den Haupt-Handlungsfeldern Ökologie, Soziales und Ökonomie; hinzu kommen noch Schutz- und Transferfelder. In allen Bereichen gibt es unterschiedlich gewichtete Module - Basismodule sind unserer Meinung nach Pflicht, einzelne Module sind wichtig aber nicht unbedingt zwingend, und die Arbeitsmodule bilden sozusagen die Kür.

 

Dahinter steckt eine Art grundsätzliches Hinterfragen der Arbeitsweise der gesamten Wirtschaft – es kann doch nicht sein, dass Verkäuferinnen wegen 1,67 Euro gekündigt werden, dass Manager Boni einstreichen nachdem sie „ihren“ Laden fast in den Konkurs gefahren haben, und dass Kunden dabei leider immer mehr zum lästigen Störfaktor werden, den man mit Computer-Telefonhotlines, seitenlagen Verträgen, Halbwahrheiten in der Werbung und ansonsten genereller Ignoranz auf Distanz hält. Die Kunden tragen doch letztlich durch ihre Käufe das Unternehmen, also läuft die Entwicklung insgesamt in eine verkehrte Richtung - da gilt es gegenzusteuern. Hier also die Module, die überwiegend im Handlungsfeld Ökonomie wirken und damit Geld aktiv als Gestaltungsmittel nutzen.



01. Modul "Kein Gewinn"

„Normale“ Unternehmen verrechnen (vereinfacht ausgedrückt) ihre Ausgaben und Einnahmen insgesamt, und übrig bleibt der Gewinn. Daher haben diese Unternehmen kurzfristig gedacht ein Interesse, ihre Ausgaben zu drücken indem sie z.B. mehrere Anbieter konkurrieren lassen, und/oder ihre Einnahmen zu steigern indem sie einen am Markt erzielbaren Preis verlangen anstatt dem Preis den sie für ihre Kostendeckung brauchen. Diese Grundhaltung „normaler“ Unternehmen ist unserer Meinung nach die Ursache von vielen Übeln … bei Premium wird deshalb nicht nur bis zur einzelnen Flasche und damit genauer gerechnet, wir haben auch das o.g. Gewinnstreben auf Kosten anderer praktisch ausgeschlossen.

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02. Modul „Ist-Kalkulation“

Premium hat bis zur einzelnen Flasche definiert, welche Anteile an wen sie gehen bzw. für welchen Zweck sie verwendet werden. So haben wir immer Klarheit, wie viel Geld eigentlich vom Kontostand verfügbar ist – und ausgegeben werden darf nur, was da ist. „Normale“ Unternehmen arbeiten da teilweise mit sehr geringen Quoten an Liquidität, I II und III – wir arbeiten ohne die letzteren beiden bzw. würden das nur im Notfall tun, der bisher noch nicht eintrat.

 

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03. Modul „Festpreise“

Wir haben in dem Modul „Konsensdemokratie“ feste Preise für Premium-Cola und Premium-Bier auf den Wegen vom Herstellungsbetrieb über den Großhändler zum Händler bis zum Gastronomen definiert. Deren Arbeit und Kostenbelastungen sind jeweils gut vergleichbar, ab dem Gastronomen sind die Ausprägungen einfach zu unterschiedlich (Kiosk mit 1 Meter Ladenbreite vs. 500-qm-Klub). Feste Preise sorgen dafür, dass mehrere Getränkehändler in einer Stadt sich nicht über einen Preiswettbewerb beharken, sondern über Service und / oder räumliche Nähe punkten, sich ggf. gegenseitig Kunden zuschieben können, immer genug Spanne für ihre Arbeit haben – aber dem Gastronomen auch nicht mehr Geld abnehmen als nötig (kommt z.B. bei Bio-Produkten vor). Darüber hinaus haben alle Beteiligten in der Kette große Planungssicherheit. Zusätzliche Leistungen mit Zusatzkosten sind natürlich möglich, sollten aber separat ausgewiesen werden – so schleichen wir das Modul „Transparenz“ sanft in unsere Partnerunternehmen ein.

 

 

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04. Modul „Anti-Mengenrabatt“

Kurz erklärt:



Länger erklärt: Großhändler lassen größere Mengen fahren und verdienen daher je Einheit mehr als kleine Händler. Das ist auch ok so, sie machen ja mehr – einen zusätzlichen Mengenrabatt brauchen sie dann aber nicht mehr. Im Gegenteil, kleine und neu einsteigende Händler mit höheren Belastungen pro Einheit brauchen einen Anti-Mengenrabatt, um auf vergleichbare Spannen zu kommen. Übertreiben darf man das jedoch nicht, sonst fahren zig kleine Händler jeweils separate Touren (was unserem Modul „Transporte“ widersprechen würde). Der Anti-Mengenrabatt muss daher so feineingestellt werden, dass neu einsteigende und kleine Händler ausreichend unterstützt werden, aber eben nicht zuviel. Aktuell zweigen wir von jeder Flasche 1 Cent ab und zahlen für maximal ein Viertel der Gesamt-Jahresmenge 4 Cent je Flasche / 96 Cent je Kasten.


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05. Modul „Sofortzahlung“

Wenn der Auftrag erteilt und die Arbeit gemacht wurde, gibt es (vorausgesetzt das Geld ist da, siehe Modul „Ist-Kalkulation“) eigentlich keinen Grund mit der Bezahlung zu warten. Premium zahlt in der Regel am Tag eines Rechnungseingangs (manchmal schafft mans nur nicht wenn zuviel zu tun ist), und wir fragen auch regelmäßig nach Rechnungen die die andere Seite noch nicht geschickt oder ganz vergessen hat. Wenn Skonto angeboten wird, nutzen wir es nicht; siehe Arbeitsmodul "kein Skonto".

 
06. Modul „Kein Skonto“

Durch das Modul "Sofortzahlung" könnten wir regelmäßig viel Geld sparen, zumindest bei den Lieferanten die Skonto einräumen. Premium zieht jedoch kein Skonto ab, sondern zahlt sofort und vollständig, weil das eigentlich die Regel im Miteinander sein sollte.

 

Dieses Modul wirkt auch im Handlungsfeld Transfer.

 

 

 
07. Modul „Keine Zinsen“

Schnelle Zahlung erwarten wir natürlich auch von unseren Partnern, aber es kann bei jedem mal vorübergehend ein Engpass herrschen (dagegen empfehlen wir allerdings das Modul „Ist-Kalkulation“ ). Wenn ein Partner mal eine Rechnung länger liegen lassen muss, können wir das in den Grenzen des o.g. Moduls meistens akzeptieren – aber eben auch nicht immer, sonst platzt uns das Modul „Sofortzahlung“. Jedenfalls: Zinsen verlangen wir in solchen Fällen nicht, auch nicht wenn wir jemandem einen Kredit geben, denn Zinsen sind generell eine merkwürdige Sache (siehe zum Beispiel hier in diesem Video von monneta.org); außerdem helfen sie dem Engpass-Partner auch nicht weiter bzw. belasten ihn zusätzlich.