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04. Modul „Alkoholismusvorsorge“

Für die allermeisten Menschen ist Alkohol im entsprechenden Getränk nur ein schönes Genussmittel mit angenehmer Wirkung. Für einige nicht - deren Geld nehmen Alkoholhersteller aber trotzdem. 


"Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen schätzt in ihrem Jahrbuch 2009 die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland auf 1,5 Millionen. 1,9 Millionen sind durch Alkoholmissbrauch gefährdet. Insgesamt konsumieren 5,6 Millionen Deutsche Alkohol auf riskante Weise. Der Grat zwischen Genuss und Gefahr ist schmal: Schon wer täglich einen Liter Bier trinkt, riskiert alkoholabhängig zu werden oder alkoholbedingte Organschäden zu bekommen. 30 bis 40 Gramm reiner Alkohol für Männer und 20 Gramm täglich für Frauen gelten als Grenze für körperliche Folgeerkrankungen." (Quelle)


Jedes Unternehmen, das Produkte mit Alkohol herstellt, muss also damit rechnen dass ein Teil des Umsatzes mit Suchtkranken erzielt wird. "Normalen" Herstellern ist das meistens egal, sie zwingen ja niemanden süchtig zu werden oder sagen dass sie nicht kontrollieren können wer kauft.  

Wir wollen vormachen wie es besser geht, und zweigen daher von jeder Flasche einen festen Anteil (über 10 Prozent aller Einnahmen von Anfang an) für die Alkoholismus-Vorsorge ab. Damit sind wir zwar Teil des Spiels, können aber nur so etwas verändern - und rufen hiermit alle anderen Alkohol-Hersteller auf, uns diesen Schritt nachzumachen. Darüber hinaus hoffen wir, dass mittelfristig ein Druck des Marktes entsteht; fragt doch mal bei eurem Lieblings-Alkoholhersteller an wie das Thema dort gesehen wird ... 



(Auf der Premium-Bier-Flasche steht übrigens nichts von dieser Regelung, weil wir damit nicht werben wollen - das wäre ja auch unlogisch bzw. würde sich eventuell sogar kontraproduktiv auswirken)