>
2016.05.27 (Masterarbeit) Founding with components: benefits of outsourcing in entrepreneurial firms


Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Outsourcing bei Unternehmen. Dazu wurden zehn Unternehmer interviewt, unter diesen auch Uwe. (Der Aliasname für PREMIUM ist „JULIETT“, der für Uwe „Julian“)

Fazit der Arbeit ist es, dass Unternehmer in Punkto Outsourcing unterscheiden sollen zwischen ihren Kernkompetenzen und Nicht-Kernkompetenzen. Für die Nicht-Kernkompetenzen bieten sich für Outsourcing an. Die Masterarbeit stellt einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis heraus: In der Praxis wirkt sich Outsourcing positiv auf Unternehmen aus, in der Wirtschaftstheorie wird immer noch z.B. bei Unternehmensneugründungen angeraten, alles selbst zu machen. Mit Outsourcing erreichen viele Unternehmer schneller ihren Break-even-Point, bzw. ohne Outsourcing wären viele Unternehmen erst überhaupt nicht gegründet worden, da die finanziellen Mittel nicht ausgereicht hätten. Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass Gründer die von Anfang an mit outgesourcten Teilbereichen ihres Unternehmens starten, laut dieser Arbeit keine Überraschungen bei den Ausgaben erlebt haben, die sie in Probleme hätten stürzen können.

Als typische Beispiele, die sich für Outsourcing eignen, werden genannt Buchhaltung, Bürodienstleistung und Logistik.
Der Autor nennt als Vorteile von Outsourcing: Verbesserung der Kostenstruktur, hohe Qualitätsstandards (da der externe Dienstleister im Rahmen seiner Kernkompetenzen arbeitet), freie Kapazitäten für Unternehmensentwicklung, verbesserte Skalierbarkeit.
Ein wichtiger Vorteil beim "Gründen in Komponenten" ist, dass der Unternehmer sich die Möglichkeit erhält an seiner Firma zu arbeiten, anstatt in ihr. Er kann am Unternehmenskonzept arbeiten, ohne vom Tagesgeschäft aufgefressen zu werden.

Damit Outsourcing erfolgreich ist, sind klare Zielsetzung und Kontrolle, sowie gründliche Auswahl der Dienstleister nötig. Die Arbeit erlangt auch zu der Erkenntnis, dass die Kooperationen der zehn interviewten Personen vorrangig auf Vertrauen, statt wie in der Literatur empfohlen, auf formalen Verträgen beruhen.

Die Arbeit hat folgende Empfehlungen für Gründer:
- Analysiere was deine Kernkompetenzen und was deine Nicht-Kernkompetenzen sind.
- Erkenne das Outsourcing nur ein Mittel zum Zweck ist und nicht ein Selbstzweck.
- Outsourcing sollte nur genutzt werden wenn das Unternehmenskonzept einen langfristigen Wettbewerbsvorteil hat und eine zufriedenstellende Marge abwirft.
- Wenn dies der Fall ist sollte genau evaluiert werden, wie Outsourcing dem Unternehmen helfen kann.
- Unternehmer sollten schauen und von anderen lernen, wie sie ihre Outsourcing Geschäftsmodelle betreiben. Vertrauen und persönliche Beziehungen scheinen eine wichtige Rolle zu spielen.


Eine interessante Arbeit, die zu lesen sich lohnt für all jene, die ein generelles Interesse an Unternehmensmodellen haben und sich vielleicht schon einmal mit Faltin beschäftigt haben.

Kontakt: Matthias Mayer / Download