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Transfer

Aus PremiumWiki

Das Premium-"Betriebssystem" besteht aus den Haupt-Handlungsfeldern Ökologie, Soziales und Ökonomie; hinzu kommen noch Schutz- und Transferfelder. In allen Bereichen gibt es unterschiedlich gewichtete Module - Basismodule sind unserer Meinung nach Pflicht, einzelne Module sind wichtig aber nicht unbedingt zwingend, und die Arbeitsmodule bilden sozusagen die Kür. Hier die Module, die überwiegend im Handlungsfeld Transfer wirken - das heisst, wir nutzen sie, um unsere Arbeitsweise wahlweise auf freiwilliger Basis oder mit leichtem Druck in den Rest der Welt zu tragen:


Modul „Open Franchise“

Alle Module des Premium-Betriebssystems werden hier öffentlich gemacht und können kostenlos kopiert werden. Auf Wunsch beraten wir auch gerne bei der Umsetzung, nur die dafür nötige Arbeitszeit und eventuelle Reisekosten müssten erstattet werden. Wer alle aktuellen und zukünftigen Module kopiert, darf sein Produkt auch „Premium“ nennen und unsere geschützte Gestaltung mit kopieren. Auf Wunsch helfen wir auch gern bei der Gründung. So weit muss es aber nicht gehen, wie gesagt; einzelne Module sind frei kopierbar, auch teilweise (wobei man sagen muss, dass erst das Zusammenspiel aller Module richtig Schwung in die Sache bringt). Drink-Skull hat z.B. das Modul „Anti-Mengenrabatt“ teilweise kopiert, die machen nämlich keine Mengenrabatte. Auf diese freiwillige Weise hoffen wir, auch andere Unternehmen zu einer besseren Arbeitsweise in den Feldern Ökologie, Soziales und Ökonomie zu animieren.

Natürlich verraten wir damit unser Geschäfts"geheimnis" bzw. die wesentlichen Punkte, die Premium von anderen Unternehmen unterscheiden, und setzen uns damit möglichen Nachahmern aus. Aber mal im Ernst, wenn jemand die Arbeitsweise kopiert wäre es eigentlich nur gut für alle Beteiligten, denn genau darauf zielt sie ...

Modul „Kollektiv und Kooperationen“

Premium arbeitet mit maximalem Outsourcing, d.h. Produktion, Logistik und Handel werden von selbständigen Partner-Unternehmen erledigt. Zugleich erfolgt maximales Insourcing, weil alle Beteiligten bei absolut allen Fragen der Organisation und der Konditionen gleichberechtigt mitreden können – und zwar inklusive der Endkunden, denn die sind schließlich auch beteiligt bzw. tragen Premium letzten Endes durch ihre Käufe. Die Summe der Beteiligten ergibt das „Premium-Kollektiv“, in dem unsere Arbeitsweise ganz automatisch auf vielen Wegen in andere Köpfen und Unternehmen hineingetragen wird.


Darüber hinaus arbeitet Premium bewusst mit einer ganzen Reihe anderer kleiner Marken zusammen; erstens wegen unserer Grundannahme dass man miteinander weiter kommt als gegeneinander, zweitens weil man sich an vielen Stellen gegenseitig helfen kann, und drittens weil wir so immer wieder Gelegenheit haben, die Vorteile des Premium-Betriebssystems anderen Marken ans Herz zu legen. Diese können dann auf Basis des Moduls "Open Franchise" kopieren was sie wollen.

Modul „Produktionsfehler“

"Premium wird eventuelle Produktionsfehler aktiv und unaufgefordert auf der Webseite publizieren." (seit 28.8.06) - Warum? Auch die allermodernsten Produktionstechniken arbeiten nur mit begrenzter Genauigkeit. Gehen wir z.B. von 99,999 % aus, dann ist in einer von 100 Tsd. Flaschen doch noch was verkehrt. 100 % gibt es leider nur in der Theorie, aber das würden "normale" Unternehmen nie zugeben. Wenn ein Fehler auftritt wird aus Angst um die Umsätze schnell entschädigt und geschwiegen. Das heisst: man kann bei "normalen" Unternehmen nie sicher sein ob irgendwas war, wenn nicht gerade die Presse was findet und verbreitet. Bei Premium kann man sicher sein: wenn nichts auf der Webseite steht, dann war auch nichts. Wir sind doch selbst Konsumenten vielfältiger Nahrungsmittel und glauben auch deshalb, dass Hersteller so aufrichtig sein sollten ... deshalb legen wir dieses Modul vor und hoffen, dass andere Unternehmen unter Druck geraten es uns gleichzutun.

Modul „Alkoholvorsorge“

Siehe auch die Arbeitsseite Alkohol-Vorsorge

Für die allermeisten Menschen ist Alkohol im entsprechenden Getränk nur ein schönes Genussmittel mit angenehmer Wirkung. Für einige nicht - deren Geld nehmen Alkoholhersteller aber trotzdem.


"Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen schätzt in ihrem Jahrbuch 2009 die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland auf 1,5 Millionen. 1,9 Millionen sind durch Alkoholmissbrauch gefährdet. Insgesamt konsumieren 5,6 Millionen Deutsche Alkohol auf riskante Weise. Der Grat zwischen Genuss und Gefahr ist schmal: Schon wer täglich einen Liter Bier trinkt, riskiert alkoholabhängig zu werden oder alkoholbedingte Organschäden zu bekommen. 30 bis 40 Gramm reiner Alkohol für Männer und 20 Gramm täglich für Frauen gelten als Grenze für körperliche Folgeerkrankungen." (Quelle)


Jedes Unternehmen, das Produkte mit Alkohol herstellt, muss also damit rechnen dass ein Teil des Umsatzes mit Suchtkranken erzielt wird. "Normalen" Herstellern ist das meistens egal, sie zwingen ja niemanden süchtig zu werden oder sagen dass sie nicht kontrollieren können wer kauft.

Wir wollen vormachen wie es besser geht, und zweigen daher von jeder Flasche einen festen Anteil (über 10 Prozent aller Einnahmen von Anfang an) für die Alkoholismus-Vorsorge ab. Damit sind wir zwar Teil des Spiels, können aber nur so etwas verändern - und rufen hiermit alle anderen Alkohol-Hersteller auf, uns diesen Schritt nachzumachen. Darüber hinaus hoffen wir, dass mittelfristig ein Druck des Marktes entsteht; fragt doch mal bei eurem Lieblings-Alkoholhersteller an wie das Thema dort gesehen wird ...

(Auf der Premium-Bier-Flasche steht übrigens nichts von dieser Regelung, weil wir damit nicht werben wollen - das wäre ja auch unlogisch bzw. würde sich eventuell sogar kontraproduktiv auswirken)

Siehe auch die Arbeitsseite Alkohol-Vorsorge

Modul "Transparenz"

In der Getränkebranche sind nicht alle so auf gutes Benehmen bedacht wie wir, manche dort genutzten Praktiken sind durchaus grenzwertig. Wie können wir uns wehren? Meistens gar nicht. Wie können wir trotzdem was ändern? Indem wir besondere Einzelfälle mit Quellenangabe auf unserer Webseite veröffentlichen, sodass andere Unternehmen und auch Endkunden davon erfahren und ihr Bild der Wettbewerber evtl. korrigieren können, sodass Druck auf die Bösen entsteht und die ihre Praktiken ändern müssen. Auf diese Weise ist dieses Modul zugleich auch ein Schutzmodul für uns; wer Premium hintenrum mit miesen Praktiken kommt, muss damit rechnen dass sie veröffentlich werden.

Zu diesem Modul ist das Modul „Vorschriftentreue“ empfehlenswert.


Modul "Lizenzprodukte"

Mojo-Cola regeln wir komplett als Lizenzprodukt für die Jungs vom Mojo, und zwar auf unsere ganz spezielle Weise, weswegen die auch unbedingt einen Hinweis "Organisiert von Premium" auf dem Etikett wollten. So können wir bei mehreren Getränkemarken direkten Einfluss nehmen - weitere sind gern willkommen.


Modul „Kommunikation“

Dieses Modul ist neu und wurde sinngemäß auf dem Jahrestreffen 2009 beschlossen. Hintergrund sind die Module „Werbeverzicht“ und „PR-Verzicht“, die es durchaus erschweren nicht nur Premium-Cola und Premium-Bier bekannter zu machen, sondern auch das Betriebssystem zu verbreiten. Die Grundsätze der genannten Module sollen beibehalten werden, Premium möchte sich aber stärker öffnen und mehr „Pull-Kommunikation“ anbieten sowie aktiver auf Medien zugehen. Wir waren z.B. im Jahr 2009 zum allerersten Mal auf einer Messe, weil wir annehmen dürfen dass die Besucher dort Informationen haben wollen – also ist es auch ok, diese anzubieten. Neben einem Blog gibt es nun auch Aktivitäten auf Twitter, wir haben die Webseite massiv überarbeitet, es gibt Links zu Fanprofilen usw. usf. Weiterhin wollen wir versuchen, in schwach aufgestellten Städten gezielt nach aktiven Sprechern zu suchen – dieses Modul ist gerade im Aufbau …


Modul "Kooperationen / Gründungsunterstützung"

Premium arbeitet mit einer Reihe kleinerer Getränkemarken zusammen, weil wir der Meinung sind dass man miteinander weiter kommt als gegeneinander, und weil es mehr kleine faire Anbieter geben sollte statt immer weniger große. Diese Zusammenarbeit kann je nach Intensität z.B. bedeuten, dass man Infos und Kontakte oder gar "Außendienstler" teilt, den Leergut-Pool für gemeinsame Nutzung öffnet, Lieferungen über Verteiler von uns laufen lässt, oder oder ... weiterhin sind solche Kooperationen natürlich ideal, um unsere Arbeitsweise etwas mehr unter die Leute bzw. in die Köpfe anderer Unternehmer zu bringen :-) Deshalb gehen wir auch noch darüber hinaus und unterstützen immer wieder gern Neugründungen alternativer Getränkemarken mit Wissen, Erfahrungen, Kontakten und ggf. sogar Mitteln; und zwar umso lieber und mehr, je weiter sich die Denkweisen der Neu-Unternehmer mit unseren überschneiden. Also, wenn Sie ein neues Getränk gründen wollen und in Teilen ähnlich ticken wie Premium, gern Kontakt aufnehmen ...